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 Eldiscreto - der Vulkan von El Hierro

   

Die letzten Jahrzehnte galt die Insel La Palma als die aktivste Vulkaninsel der Kanaren. 1949 und 1971 erfolgten hier die letzten Ausbrüche. Vulkanausbrüche die allesamt relativ friedlich verliefen und zwischen drei Wochen und 3 Monaten andauerten. La Palma galt auch als möglicher Kandidat für den nächsten Ausbruch. Häufige kleine Erdbeben unter und um die Insel zogen auch die Konzentration der Wissenschaftler auf diese Insel. Bestückt mit Messgeräten wurde jede Veränderung, jedes Beben oder jeder vermehrter Gasausstoß genauestens registriert. Die Bewohner sind darauf vorbereitet und machen sich keine großen Gedanken über einen zukünftigen Ausbruch. Haben doch viele den Teneguia Ausbruch 1971 selbst miterlebt oder von ihren Eltern erzählen lassen. Angst oder ein ungutes Gefühl hat hier Keiner.

Es tut sich was ...

 

 

Als sich im Juli 2011 die Anzahl der Erdbeben unter El Hierro erhöhte, wurde die Wissenschaft hellhörig. Beben war man gewohnt und galten auch um die Insel El Hierro als normal. Doch es waren dieses Mal mehr Erdstöße – richtige kleine Schwarmbeben, die von der Bevölkerung noch nicht wahrgenommen wurden.


Die Messgeräte des Instituto Geografico National (IGN) registrierten jedoch akribisch jeden einzelnen Erdstoß. Es wurden täglich mehr und mehr. Alle noch in großer Tiefe, aber die Häufung dieser Beben – bis Mitte August bis zu 250 Erdstöße an nur einem Tag, ließ doch auf etwas Größeres schließen. Die Möglichkeit eines Vulkanausbruch auf oder um El Hierro musste in Erwägung gezogen werden.

Inzwischen wurde auch die Presse und das Fernsehen auf die ungewöhnlichen Vorgänge aufmerksam und berichteten darüber. Noch zu frisch waren die dramatischen Ereignisse des Tsunami in Indonesien und besonders Fukushima in Japan in der Erinnerung. Tsunami Monsterwellen und verheerende Erdbeben wurden als Vergleich in die Schlagzeilen aufgenommen. Für den Leser war nicht zu unterscheiden und erst recht nicht einzuschätzen welche Ausmaße ein evtl. Vulkanausbruch auf den Kanaren für ihn bedeuten würde. Zumal die Kanarischen Inseln ein beliebtes Urlaubsziel vieler Nordeuropäer sind. Die Mitteilungen der spanischen Behörden waren dürftig und versuchten Normalität zu suggerieren. Alles Normal – wir haben alles unter Kontrolle - und im Grunde ist es eigentlich schon alles wieder vorbei. Zudem waren die Bulletin nur in Spanisch abgefasst.

  

Jeder sollte wissen, daß eine Naturgewalt wie ein Vulkan unberechenbar und vom Menschen nicht zu kontrollieren ist. Mit den vorhandenen Mitteln und Meßgeräten lassen sich vielleicht kurzfristige Prognosen erstellen, aber keine zuverlässigen Vorhersagen .Die Natur lässt sich nicht so leicht in die Karten schauen. Die Vulkanforschung ist noch eine junge Wissenschaft. Wir wissen viel mehr über den Mond und die anderen Planeten, aber was direkt unter unseren Füssen vorgeht ist noch wenig erforschtes Neuland. Kein Wissenschaftler vermag mit Gewissheit zu sagen, was sich jetzt gerade in 10 km Tiefe unter Ihnen so abspielt.

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